Olivenöl und Wellness im antiken Rom

Heute kennt man in der Kosmetik hochwertige Pflegeprodukte auf Olivenölbasis. Das Wissen um die Kraft der Natur und die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls ist jedoch Jahrtausende alt.

Bereits in der Antike gehörte Olivenöl in den Ländern rund um das Mittelmeer zu den Grundnahrungsmitteln und wurde darüber hinaus für seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten geschätzt. Vor allem die Römer betrieben in ihrem großen Reich regen Handel mit Olivenöl und trugen zu dessen Verbreitung bei - sowohl als Lebensmittel wie auch als Kosmetik.

Olivenöl und seine Inhaltsstoffe

Bereits in jenen längst vergangenen Zeiten wurde Olivenöl wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe geschätzt, denen man eine positive Wirkung auf die Gesundheit wie auch für Haut und Haare zuschrieb. Heute weiß man es dank wissenschaftlicher Untersuchungen genauer: Hochwertiges, schonend verarbeitetes Olivenöl enthält, dank der Kraft der südlichen Sonne, reichlich ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Polyphenole, sogenannte Antioxidantien, die zum Schutz und zur Regeneration unserer Zellen beitragen können.

Olivenöl in der Antike / Amphore

Foto: Amphoren - Stur / Pixabay

Olivenöl im Spitzensport

Als hätten die Sportler das geahnt, spielte Olivenöl auch bei den antiken Olympischen Spielen eine wichtige Rolle: Vor den Wettkämpfen wurden die Olympioniken innerlich wie auch äußerlich mit gutem Öl behandelt. Überlieferungen zufolge soll es sie für die Wettkämpfe gestärkt und ihre Haut vor Kälte und Sonnenbrand geschützt haben. Olivenöl galt als so wertvoll, dass es sogar als Prämie für die Sieger ausgelobt wurde.

Olivenöl und Wellness

Die Badekultur im antiken Rom und Griechenland ist legendär. Wer es sich leisten konnte, traf sich in opulent ausgestatteten Badetempeln zur Körper- und Kontaktpflege. Kostbare Öle und Essenzen kamen schon damals zum Einsatz, um die wohltuende Wirkung des Wassers, der Dampfbäder und Massagen zu verstärken. Das Olivenöl wurde dabei mit Duftstoffen angereichert, die man aus Blüten gewann - beliebte Geruchsgeber waren Rosen und Lavendel. Betuchte Badegäste mischten auch Essenzen aus dem Orient unter.

Olivenöl für die Hautpflege und Reinigung

Auch zum Baden und für die Körperpflege war Olivenöl im antiken Rom und Griechenland unabdingbar. So wurde Öl mit Sand zu einem, für heutige Maßstäbe rustikalen, Peeling vermischt, mit dem die Haut porentief gereinigt werden konnte. Um den teilweise etwas strengen Geruch zu neutralisieren, versetzte man das Reinigungsmittel mit Duftstoffen. Man trug das Olivenölgemisch großzügig auf die Haut auf, ließ es einziehen und zog das, was zuviel war, mit einem sichelförmigen Schaber wieder ab.

Olivenöl Hautpflege

Foto: Creme Mimose Lippenstiftpflege - silviarita / Pixabay

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