Der Olivenbaum - ein Baum der Superlative

Seit Jahrtausenden wird der Olivenbaum kultiviert, geschätzt und verehrt, denn er schenkt uns Früchte, Olivenöl und wertvolles Olivenholz. Und bringt inzwischen auch in deutsche Gärten mediterranes Lebensgefühl.

Der Olivenbaum gilt als Symbol für Weisheit und Unsterblichkeit, für Beständigkeit, Treue und Frieden. Seine kulturelle Bedeutung reicht zurück bis in die Antike. Einst wurden siegreiche Olympioniken mit einem Kranz aus Olivenzweigen ausgezeichnet und schon die alten Römer trieben regen Handel mit Oliven und Olivenöl. So trugen sie maßgeblich zur Verbreitung des Baumes im gesamten Mittelmeerraum bei. Auf der Insel Kreta wächst ein Olivenbaum, dessen Alter auf rund 4.000 Jahre geschätzt wird. Er könnte damit der älteste Olivenbaum der Welt sein. Fest steht jedoch: Der Ölbaum ist ein echtes Urgestein der bekannten Nutzpflanzen.

Knorrig und krumm - und das ist auch gut so

Auf den ersten Blick ist der Olivenbaum keine Schönheit. Er strebt nicht hoch auf, hat keinen glatten, makellosen Stamm, keine imposante Krone. Welch ein Widerspruch zu dem wertvollen Öl, das er uns schenkt. Doch das ist auch gut so! Denn je krummer und knorriger der Baum an sich ist, desto ertragreicher soll er sein. Viele Menschen schätzen Olivenbäume jedoch gerade aufgrund ihres charaktervollen Wuchses, ihrer buschigen Krone mit silbrigen, im Sonnenlicht schimmernden Blättern und ihrer Borke, in der man mit etwas Phantasie Gesichter und Fabelwesen erkennen kann.

Olivenfrucht

Foto: Oliven - DesOlive

Olivenholz kaufen: dekorativ und robust in Haus und Küche

Beim Holz des Olivenbaums ist die Sache längst entschieden. Ob auf Weihnachtsmärkten, in Do-it-yourself Foren oder edlen Einrichtungshäusern: Einrichtungsgegenstände und Accessoires aus Olivenholz wie etwa Schneidebrettchen, Kochlöffel und Schalen, aber auch Tische oder Parkett, erfreuen sich großer Beliebtheit. Die langsam wachsenden Bäume liefern ein sehr hartes Holz, das aufgrund seiner wunderschönen Maserung und seiner Farbverläufe äußerst dekorativ ist. Außerdem enthält das Olivenholz Gerbstoffe, die antibakteriell wirken, sowie Öl, das es robust und wasserabweisend macht. Bei guter Pflege hat man sehr lange Freude an Produkten, die aus dem wertvollen Hartholz gefertigt wurden.

Der Olivenbaum: Überlebenskünstler der Superlative

Olivenbäume sind bestens an heiße Tage, karge Böden und lange Durststrecken, die durch wenige, regenreiche Monate unterbrochen werden, angepasst. Da sind zum einen seine Wurzeln, die bis zu sieben Meter lang werden können und in einem großen Radius um den Stamm herum Wasser aus dem Erdreich sammeln. Noch faszinierender sind seine silbrigen Blätter, die ein raffiniertes Wasseraufbereitungssystem entwickelt haben. An ihrer Unterseite befinden sich Öffnungen, die tagsüber, in der Hitze, verschlossen sind. Nachts hingegen öffnen sie sich und sammeln Feuchtigkeit aus der Luft. So kann sich der Olivenbaum selbst in Trockenzeiten mit ausreichend Wasser versorgen, um seine köstlichen Früchte heranreifen zu lassen.

Olivenbaum Setzling

Foto: Olive tree decoration / Freepik premium license

Olivenbäume kaufen: Urlaubsfeeling im eigenen Garten

Der angenehm leichte Duft der hellgelben Blüten, die Optik der silbrig-grünen Blätter und gerade auch die knorrigen Stämme – für Viele ist der Olivenbaum Inbegriff für mediterrane Lebensart und weckt wunderbare Urlaubserinnerungen. Um sich dieses Lebensgefühl nach Hause zu holen, pflanzen hierzulande immer mehr Menschen Olivenbäume in ihre Gärten. Da der Baum an die milden klimatischen Verhältnisse des Mittelmeerraums angepasst ist, gilt es einiges zu beachten, um ihm auch in den hiesigen Breiten beste Bedingungen zu bieten.

Tipps für Gärtner: So bekommt Ihr Olivenbaum die richtige Pflege

Der Olivenbaum ist perfekt an die klimatischen Bedingungen des Mittelmeerraumes angepasst. Frost, Dauerregen und die lange dunkle Jahreszeit machen ihm daher zu schaffen - und über kurz oder lang den Garaus. Trotzdem ist es möglich, auch hierzulande Olivenbäume zu kultivieren!

Am besten pflanzt man den Baum in einen Kübel, denn dann kann man ihn sommers nach draußen und winters geschützt unterstellen. Wichtig ist ein möglichst sonniger Standort, am besten mit direkter Sonneneinstrahlung. Das kann auch ein lichtdurchfluteter Wintergarten sein.

Im Kübel selbst sollte man mit durchlässiger Erde oder sandigem Boden arbeiten. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, das heißt, der Topf sollte über einen Abfluss für überschüssiges Wasser verfügen.

Um den Olivenbaum zum Wachstum anzuregen, sollte man ihn regelmäßig in einen größeren Kübel umtopfen - junge Bäume alle zwei Jahre, bei älteren genügt es, sie alle fünf Jahre umzusetzen. Darüber hinaus sollte man Olivenbäume im heimischen Garten regelmäßig düngen, um einen üppigen Wuchs zu erhalten, und sie alle ein bis zwei Jahre zurück schneiden.

Olivenöl: So vielfältig wie der Baum, der es hervorbringt

Rund 150 verschiedene Arten von Olivenbäumen sind uns heute bekannt. Sie schenken uns eine Fülle von Olivenölen, die uns, wie ein guter Wein, je nach Pflanze, Standort und Klima mit geschmacklicher Vielfalt begeistern. Rund 20 Kilogramm Oliven trägt ein gesunder, erwachsener Baum pro Jahr. Daraus lassen sich zwischen drei und fünf Liter Olivenöl gewinnen. Bis ein Olivenbaum das erste Mal Früchte hervorbringt, dauert es bis zu zehn Jahre.

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